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religiös & initiativ

„Oh, wie schön ist Panama!“

100 Jugendliche aus dem Bistum reisen
zum Weltjugendtag nach Lateinamerika

Münster (pbm/acl). „Oh, wie schön ist Panama!“ Rund 100 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Bistum Münster werden sich schon in wenigen Wochen davon überzeugen können, ob die Aussage des kleinen Tigers und des kleinen Bärs aus dem Kinderbuch von Janosch wirklich stimmt. Sie nehmen am Weltjugendtag teil, der von Dienstag, 22. Januar, bis Sonntag, 27. Januar, in dem mittelamerikanischen Staat stattfindet. Am 18. November trafen sich die Teilnehmer erstmals in Münster, um sich auf die gemeinsame Reise einzustimmen.
„Wir freuen uns, dass sich trotz der Entfernung und des Zeitpunkts eine so große Gruppe gefunden hat, die sich auf das Abenteuer Panama einlässt“, fasst Projektleiter Frank Rauhaus vom Bistum Münster zusammen. Er gehört zum vierköpfigen Leitungsteam, darunter auch Jugendpfarrer Holger Ungruhe aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg, das die jungen Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum begleitet. Die Gruppe setzt sich zusammen aus 45 Einzelpilgern aus dem nordrheinwestfälischen Teil des Bistums, zehn weitere aus dem Offizialatsbezirk, 25 Teilnehmer aus der Pfarrei St. Josef Kamp-Lintfort, 15 Teilnehmer aus der Pfarrei St. Johannes der Täufer Bottrop sowie zehn Einzelteilnehmer, die ihre Reise selbst organisieren.
Für viele Europäer liegt der Weltjugendtag zeitlich ungünstig – dazu noch mitten im Winter. „Die Panamaer sehen das ganz anders“, sagt Rauhaus. Auf der Südhalbkugel sei Sommer, deswegen habe Panama Sommerferien, genau wie der große Teil Südamerikas, ebenso wie Afrika und Australien. „Die bisherigen Weltjugendtage haben sich immer an Europa und Nordamerika ausgerichtet, dieses Mal läuft es genau anders herum.“
Los geht es für die Jugendlichen aus dem Bistum Münster schon zehn Tage vor dem eigentlichen Start des Weltjugendtags. „Die sogenannten Tage der Begegnung verbringen wir in Mexiko, in unserem Partnerbistum Tula, wo wir in Gastfamilien untergebracht sein werden, um Land und Leute kennenzulernen“, erklärt Rauhaus. Das Programm wird ergänzt um einen zweitägigen Besuch in Mexiko-Stadt. Weiter geht es im Anschluss nach Panama, wo rund eine Million junger Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen, um den Glauben miteinander zu feiern.
Einen Einblick von dem, was sie dort erwartet, bekamen die Bistumspilger bereits beim Vortreffen: Drei junge Panamaer erzählten ihnen etwas über die Infrastruktur des Landes, zeigten kulinarische Spezialitäten und ließen die Vorfreude bei mittelamerikanischer Musik steigen. Die Panamaer wohnen derzeit in Bamberg, wo sie Deutsch lernen, um die deutschen Jugendlichen beim Weltjugendtag betreuen zu können. Neben Katechesen und internationalen Festen steht auch der Besuch zweier Projekte des Hilfswerks „Adveniat“ auf dem Programm der Gruppe aus dem Bistum Münster. Die Begegnung mit Papst Franziskus wird ein weiterer Höhepunkt sein.
Stefanie Wischnewski aus Münster freut sich auf „das Abenteuer“ und die lateinamerikanische Gastfreundschaft: „Ich war beim Weltjugendtag in Köln 2005 dabei und habe dort viele Lateinamerikaner kennengelernt, vor allem Mexikaner“, sagt sie. „Und Panama ist einfach ein Wunschtraumland, wo jeder, der die Tigerente kennt, mal gerne hinreisen möchte.“ Die Studentin für Politik und katholische Theologie erhofft sich interkulturelle Kontakte und einen inhaltlichen Input: „Die Menschen dort praktizieren ihren Glauben anders als wir, vielleicht können wir davon etwas mit nach Hause nehmen.“

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