Mittwoch, 20. Juni 2018

literarisch

ONsüd-Bild: Sebastian Pokojski

Das

Fräulein 


Moni

von Karin Reddemann

Fräulein Moni war meine Kindergärtnerin. Erzogen im heutzutage erforderlichen Sinn wurde ich von ihr nicht, diese Aufgabe mussten meine Eltern erledigen. Gelernt haben die das freilich auch nicht, deshalb muss man ihnen einen gewissen Dilettantismus nachsehen.

Fräulein Iris war die Kindergartenleiterin, deutlich älter als Fräulein Moni, die kurze Röcke trug und eine Turmfrisur hatte. Fräulein Iris war strenger und zupfte Knötchen aus unseren Wollpullovern, wenn sie hinter uns stand, der hätte ich nicht in der Dunkelheit begegnen wollen. Fräulein Iris, die immer Schnickschnack und Potzblitz sagte und an meinem Pferdeschwanz zog, wurde auch nicht Erzieherin genannt. Der Grund war wohl, dass noch niemand gewissenhaft über die Berufsbezeichnung Kindergärtnerin genörgelt hatte.

Ich persönlich finde das Wort niedlich. Wasser auf die jungen Pflänzchen geben, die Erde düngen, umtopfen, Unkraut rupfen...das passt. Eben.
Fräulein Moni hat bei mir keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Meistens saß sie und sah sich um. Ich verbrachte meine Zeit damit, an den Fenstern auf und ab zu marschieren, ich sage mal, ich habe viel nachgedacht in dieser frühen Phase meines Lebens. Zudem gefiel mir das alles nicht, was ich mit einem klugen Gesichtsausdruck unterstrich. Meine Mutter sagte muffelig dazu. Guck nicht so muffelig. Guckt das Kind wieder muffelig.

Fräulein Moni betrachtete es als ihre verdammte Pflicht, mich vor dem Unglück zu bewahren, eine düstere Seele zu werden. Sie zerrte mich in die Puppenecke, exakt dorthin, wo die Mädchen waren, die ich nicht leiden konnte. Immer die gleichen Mädchen mit den gleichen Lieblingspuppen und dem gleichen schrillen Gequake. Alles so lästig süß. Schön war das nicht.

Fräulein Monis Turmfrisur war faszinierend, so spannend aber auch wieder nicht, weil meine Tante Erika und Frau Schwarz, die Nachbarin, die gleiche hatten. Blond. Rot. Schwarz. Es gab sie in verschiedenen Farben, aber sie waren alle steif, hoch und klebrig vom Haarspray. Frau Schwarz erzählte mir, sie würde sich lange Nadeln in den Kopf stechen, damit die Frisur hält. Sie war eine höchst witzige Person, das erfuhr ich später. Vorerst glaubte ich ihr mal, bis ich meine Mutter aufklärte, die Blödsinn sagte und böse fragte: "Wer erzählt dir sowas?"

Dann und wann trug Fräulein Moni Zöpfe, nur der Pony war toupiert, und die Zopfspangen waren Gummibänder mit Plastikkirschen. Mir persönlich erschien sie klar zu alt dafür, das brachte meinen Respekt ins Wanken, zumal sie an einem dieser Kirschtage Zahnschmerzen hatte. Sie saß dort vorn, wie und wo sie immer saß, und hielt sich die Backe. Wange. Egal. Stützte ihren Kopf auf beide Hände, sprach kaum und kniff die Augen zusammen, wie meine Oma es tat, wenn sie schlechte Laune hatte.
Immerhin gab es an diesem Tag zuhause etwas zu berichten, das sich vom üblichen ""Ach...wie immer...ganz gut" unterschied. Auf die leidige Frage, wie es gewesen war, konnte ich sagen: "Fräulein Gabi hat Zahnschmerzen." Und hinzufügen: "Die ist aber auch eine blöde Kuh."
Tatsächlich soll ich das von mir gegeben haben, weiß der Teufel oder sonstwer, wer mich da geritten hat. Ich bin anders.

Nun sind die Jahrhunderte verstrichen, ich bin selbst schon alt und müde, und Fräulein Gabi spukt leibhaftig immer noch herum. Ich sehe sie hin und wieder beim Bäcker und beobachte sie aus den Augenwinkeln. Sie hat jetzt einen furchtbaren grau-gelben Pudelkopf und einen beachtlichen Hintern, das war klar, sie hat zuviel gesessen. Einmal war ich versucht, sie anzusprechen, aber ich ließ es. Sie hätte mich verschreckt angesehen und wäre sich vermutlich wie Methusalems greises Weib vorgekommen, wenn ich ihr gesagt hätte, ich sei die kleine, sommersprossige, muffelige Karin aus der blauen Gruppe 19...lassen wir das.

Außerdem, welche Anrede wäre denn angebracht gewesen? Meine Deutschlehrerin Fräulein Dr. Altens, die Gott selig haben sollte, bestand bis zum letzten ihrer Tage darauf, ein Fräulein zu sein, zu bleiben und auch so genannt zu werden. Aber mein Fräulein Moni? Wird wohl irgendwann eine richtige Frau geworden sein. Mit der ewig falschen Frisur.

(erschienen in: DIE VERANDA, ein privates, nichtkommerzielles Weblog; veröffenentlicht auf ONsüd mit Genehmigung der Autorin)

Dienstag, 19. Juni 2018

Ruhrgebiet, NRW - Soziales

Kindernothilfe unterstützt 1,9 Millionen
Jungen und Mädchen in aller Welt

Duisburg (idr). Gut 68 Millionen Euro, 7,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, stellte die Kindernothilfe in Duisburg 2017 für die Förderung und den Schutz von Kindern in 33 Ländern zur Verfügung. Rund 1,9 Millionen Jungen und Mädchen kam die Hilfe zugute, darunter auch viele geflüchtete Rohingya in Bangladesch und syrische Kinder.
Die Kindernothilfe ist nach eigenen Angaben eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa. Sie unterstützt benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben und leistet humanitäre Hilfe.

Freitag, 15. Juni 2018

literarisch


Bin ich auf dem richtigen Weg?

von Dirk Hoffmann

     
ONsüd-Zeichnung: Dirk Hoffmann
„Bin ich auf dem richtigen Weg?“, hallte es mir schon seit einiger Zeit durch den Kopf. Ich saß auf meinem Fahrrad und fuhr eine Tour, die ich schon Jahre lang nicht mehr gefahren war. Von dem, woran ich mich zu erinnern glaubte, fand ich nur noch wenig vor. Wo einst Bäume die Landschaft dominierten stand nun ein Haus neben dem anderen. Die Straßen meiner Kindheit hatten sich derart verändert, dass ich mich kaum noch auskannte. Als ich begann zu fürchten ich sei auf der falschen Straße, tauchte ein Haus auf, das ich zu jeder Zeit wieder erkannt hätte. Was mir in den Sinn kam war nicht wirklich das Haus, sondern vielmehr die Pferdeweide, die sich zu meinen Kindertagen daneben befand. Der magische Ort, an dem der edle braune Hengst graste. Fast hätte ich nach ihm gerufen. Auf dem ehemaligen Weidegrund erhob sich inzwischen allerdings ein Haus. Es war so groß, dass mehrere Familien darin wohnen konnten. Für ein Pferd gab es an dieser Stelle keinen Platz mehr. In meinen Gedanken sah ich den kleinen Jungen am Weidezaun, der sehnsüchtig den schönen Hengst betrachtete. Ich war so glücklich, dass das edle Ross zum Zaun getrottet kam, um sich von mir streicheln zu lassen. Wie oft verharrte ich an diesem Zaun, wo der große Braune die ganze Welt um mich herum in Vergessenheit geraten ließ. Dieses Pferd war eines der großen Highlights meiner Kindheit, wurde mir in diesem Moment klar. Für lange Zeit war er tief in mir versteckt, ohne dass ich an seine Existenz dachte. Aber in diesem Augenblick sah ich es deutlich vor mir. Ich spürte die Luft, die er mir durch seine Nüstern entgegen blies. Genau wie damals streckte ich die Hand aus, um ihn zu streicheln. Zuerst fühlte es sich weich und warm an und dann plötzlich hart und kalt. Meine Hand ruhte auf der Hauswand.
„Schade mein Freund“, hörte ich mich sagen, „ich hätte dich gerne noch einmal getroffen“.
„Was machen sie denn da?“, fragte mich im selben Moment eine freundliche Stimme. Ein großer, muskulöser Mann sah mich mit amüsiertem Blick an.
„Nichts Besonderes“, antwortete ich, „ich habe mich nur an etwas erinnert. Wohnen sie hier?“
„Ja, oben unter dem Dach. Nichts Besonderes“.
„Wussten sie, dass genau hier vor dreißig Jahren eine Pferdeweide gewesen ist?“
„Nein, ich wohne erst seit zwei Jahren hier. Keine Ahnung“.
„Es war aber so. An dieser Stelle hat einst ein herrlicher Hengst geweidet“.
„Tatsächlich? War das ihr Hengst?“
„Nein, leider nicht. Ich war lediglich der kleine Junge, der ihn gerne geritten hätte“.
„Jetzt verstehe ich, warum sie das Haus gestreichelt haben. Das sah etwas seltsam aus, vorsichtig ausgedrückt“.
„Glaube ich gern“, gab ich schmunzelnd zu.
„Ich muss jetzt weiter, zum Einkaufen. Meine Frau wartet bereits“, verabschiedete sich mein gutmütiger Gesprächspartner.
„Dann will ich sie nicht aufhalten“.
Der Mann stieg in den großen SUV, der neben mir an der Straße parkte und fuhr davon. Ich dachte noch einmal über alles nach und kam zu der Überzeugung, dass ich auf dem völlig richtigen Weg fuhr. Fröhlich bestieg ich mein Fahrrad und stelle mir vor, ich säße auf dem Hengst. Es mag nur eine Phantasie gewesen sein, aber diese entfachte ein großes Glücksgefühl in mir.

Sonntag, 3. Juni 2018

humoristisch - Witz-Kalender Woche 23 - 26

WITZ - KALENDER



Dipl.-Ing. Dirk Monka


                 

Kalender-2018 Woche 23

Mo 4.6. Warum essen viele Erfinder in Dummersdorf Jod-Tabletten?

Sie kennen das Sprichwort: Jod macht erfinderisch.

Di 5.6. Welche deutsch-griechische Sängerin darf auf dem Schiff
nicht auf der LUV-Seite stehen? Vicky LEE-Andros

Mi 6.6. Welches Bonbon sitzt mit Glatze beim Friseur?
Das EM-EU-KAHL

Do 7.6. Tiere wie Bulle, Kuh, Hund, Pferd oder Schaf
sind Vier-Beiner. Der Mann mit dem kühlen Blonden
im Glas ist dagegen ein Bier-Beiner.

Fr 8.6. Sag einmal, wann wollen wir wieder Dart spielen gehen?
Gehe zum Kalender und ich nenne dir das Dart um.

Sa 9.6. „Mit der Biene spiele ich kein Skat mehr
denn die hat oft einen Stich mehr als ich!”

So 10.6. In der Großküche sagt ein Koch zum anderen Koch:
„Jetzt haben wir so viel Mehl-Schwitze hergestellt,
also heute Abend spare ich mir die Sauna.“



Kalender-2018 Woche 24


Mo 11.6. Mit welcher Dame springt man in der Straßenbahn
um die Wette? Mit der Tram-Polin.

Di 12.6. Mit welcher Fähre kann niemand übersetzen?
Mit der Af-Fähre

Mi 13.6. Mit welcher Last hat der König zu tun?
Mit seinem Pa-Last

Do 14.6. Muss das aus England kommende Penny-Cilin
auf der Kanal-Fähre in Cent-Cilin umbenannt werden?

Fr 15.6. Nun ist klar wie die Polizei das Pfeffer-Spray begründet.
Mit dem verschärften Demonstrations-Recht.

Sa 16.6. Sind die Gegenteile der Lokomo-Höhen
nun die Lokomo-Tiefen?

So 17.6. Stimmt es, dass jemand der einen guten Ruf beschmutzt hat,
danach sofort in Schmutzhaft kommt?


Kalender-2018 Woche 25


Mo 18.6. Stimmt es, dass der beste Mars-Schneider auf der Erde
sein Büro dennoch nicht auf dem Mars hat?

Di 19.6. Stimmt es, dass der Taucher nun in der
Auftauch - Station auf Tauchstation ist?

Mi 20.6. Welche Arbeitsgeräte und Traktoren benutzt der
Land-Wirt zum Bearbeiten seiner Geschäfts-Felder?

Do 21.6. Stimmt es, dass ein CELLO nur in CELLO-Pan-Folie
verpackt werden darf?

Fr 22.6. Stimmt es, dass der auf der Erde eingeschlagene Meteorit
den Forschern einschlägig bekannt war?

Sa 23.6. Nanu, warum sitzt du mit dem Fallschirm auf dem Pferd?
Ist das nun ein Spring-Reiten oder nicht?

So 24.6. Was macht der Spring-Bock mit dem Fallschirm?
Vielleicht hat der Bock auf nen Sprung?



Kalender-2018 Woche 26
Mo 25.6. Welche Sprache spricht der Fahrer der Dampflok
in der Sowjetunion? Ruß Zisch

Di 26.6. Welche Wurst darf auch der Vegetarier essen?
Die Salat-mi

Mi 27.6. Welcher Landwirt ist für das
Erd - Magnet - Feld verantwortlich?

Do 28.6. Welchen Besen benutzt der Busfahrer
an seiner Kehr-Schleife?

Fr 29.6. Welches ist die größte Ente hier auf der Erde?
Das sind die Wis-Ente.

Sa 30.6. Welches Land ist das Paradies für Tee-Trinker?
Tee-He-Ran

So 1.7. Welches Mineralwasser wird auf der ISS Raumstation
getrunken? Nur das echte ALL-ster Wasser.

künstlerisch & informativ - Tiervorstellung: Spanische Mondmotte (Graellsia isabellae)


von Anne Twachtmann
(Layout & Zeichnungen)


Sonntag, 20. Mai 2018

literarisch


Fliegen


ONsüd-Bild: Sebastian Pokojski


von Karin Reddemann



Ich weiß nun nicht, ob man auch in anderen intellektuellen Kreisen über Fliegen zu sinnieren pflegt. Ich selbst praktiziere das von Zeit zu Zeit recht gern und dezent ausgelassen, es ist ein gutes Thema.

Fliegen haben haarige Beine, seltsame Köpfe und leben gern in Kot und Verwesendem. Meine Schwester jagt sie mit einer altmodischen Klatsche und erstaunlich viel Wut im Bauch. Sie behauptet, Fliegen magisch anzuziehen, was ich nicht zu widerlegen vermag, da ihre Beute grundsätzlich beeindruckend ist. Ich bin nicht so deren Fall, das könnte am Geruch liegen. Freilich riecht auch meine Schwester zivilisiert, da verwest nichts. Ergo liegt es am süßen Blut. Mücken schätzen das, Fliegen eben auch.

Es gibt Spaltschlüpfer und Deckenschlüpfer. Das zu wisssen kann nicht schaden, man kann es klug einwerfen, wenn ein Gespräch zu nerven beginnt. Man sagt mit fester Stimme: "Übrigens...bei den Fliegen unterscheidet man zwischen den Spalt- und den Deckenschlüpfern." Kleine Pause. Man räuspert sich und wartet. Bereit, dem faszinierten Publikum in seiner rührenden Erstarrtheit die spannenden Nuancen bei ehrlichem Interesse zu erklären. Aber nur dann.

Spalt. Decke. Und weiter: Eintag. Schmeiß. Stube. So kompliziert ist das ja nun nicht. Abendfüllend freilich auch nicht.

Mein Hund tötet Fliegen auf sehr ungewöhnliche Art, poetisch könnte man sagen, dass sein Herz kalt ist, wenn er es macht. Er lauert in aller Ruhe, schlägt blitzschnell zu, kaut, spuckt aus und beobachtet die Fliege dabei, wie sie lädiert und verdattert mit verunstalteten Flügeln vor seiner Nase über den Boden torkelt. Er packt sie sich wieder, kaut, spuckt. Guckt. Beim vierten Mal schluckt er sie. Das ist vollendet, aber grausam und muss nicht sein. Ist aber so.

Die Fliege in ihrer Gesamtoptik entspricht nicht unserem Schönheitsideal. Das klingt arrogant, abwertend gar, ist aber aufrecht von uns so gemeint, weil wir davon überzeugt sind, deutlich besser auszusehen. Mutter Natur würde das allerdings nicht bestätigen. Sie müsste wohl lachen. Nicht schäbig, sondern wissend. Verständlich. Irgendwie. Es gibt so viele ganz andere nett anzuschauende Tiere. Außerirdische mit ihrem spezifisch guten Geschmack könnten uns Menschen allesamt ausnahmslos als pottenhässlich empfinden. Blöd zudem. Tatsache. Aber von denen ist hier nicht die Rede.

Fliegenköpfe in Großaufnahme sehen für unsere sehr wohl zu durchdenkenden Verhältnisse furchtbar fies aus. Das wissen wir, weil wir Die Fliege gesehen haben. Eine Fliege kombiniert mit einem Menschen gilt auch nicht als deutlich attraktiver. Das nebenbei bemerkt. Ansonsten ist nichts Wesentliches mehr zu verrichten, es ist alles erledigt bis auf das Lied, das mir nunmehr im Sinn schwirrt: "Fliege, wenn ich dich kriege..." Was dann?



(erschienen in: DIE VERANDA, ein privates, nichtkommerzielles Weblog; veröffentlicht auf ONsüd mit Genehmigung der Autorin)

Donnerstag, 10. Mai 2018

Katholikentag Münster

Bundespräsident Steinmeier besucht mit Bischof Genn die Kirchenmeile
Staatsoberhaupt informiert sich über Präventionsmaßnahmen

Bischof Genn und Bundespräsident Steinmeier ließen sich von den Präventionsbeauftragten der deutschen
Bistümer ihre Schulungsarbeit erläutern.
ONsüd-Bild: Bistum Münster/Christian Breuer


Münster (pbm/cb) Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Gattin Elke Büdenbender hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, am 10. Mai die Kirchenmeile beim Katholikentag besucht. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, Bischof und Staatsoberhaupt die Hand zu schütteln oder ein Selfie mit ihnen zu machen.
In einem längeren Gespräch informierten sich Steinmeier und Genn gemeinsam mit Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) und dem nordrhein-westfälischen Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann, über die Prävention sexualisierter Gewalt. Der Stand wird gemeinsam von den Präventionsbeauftragten der deutschen Bistümer betrieben. „Wir haben dem Bundespräsidenten von unseren umfangeichen Schulungsmaßnahmen berichtet“, erklärte anschließend Ann-Kathrin Kahle, gemeinsam mit Beate Meintrup Präventionsbeauftragte im Bistum Münster. Interessiert stellten der Bundespräsident und seine Frau Nachfragen, etwa, ob die Teilnehmer sich freiwillig schulen lassen. „Der Anstoß erfolgte über die Bistümer, bei den Teilnehmern ist aber im Laufe der Schulungen ein wachsendes Interesse und Bewusstsein für das Thema festzustellen“, erläuterte Kahle.
Bischof Genn betonte, dass ihm die Prävention sexualisierter Gewalt ein wichtiges Anliegen und er sich seiner Vorbildfunktion bewusst sei. Daher habe er direkt zu Beginn des Präventionsangebots an einer Schulung teilgenommen. Kahle freute sich über das Gespräch mit Bundespräsident und Bischof: „Wir fühlen uns durch den Besuch wahrgenommen“, sagte sie. „Und ich denke, wir dürfen stolz darauf sein, dass die Kirche das Thema angegangen ist.“
Nach dem Besuch des Präventionsstandes setzten Bischof Genn und Bundespräsident Steinmeier ihren Besuch der Kirchenmeile fort. Insgesamt gibt es dort mehr als 350 Informations- und Begegnungsangebote. In ihrer Gesamtheit dokumentiert die Kirchenmeile die Breite des Engagements, das Christinnen und Christen in Gesellschaft und Kirche entfalten.


Katholikentag Münster

Eröffnungsgottesdienst zum 101. Katholikentag

Genn: „Aus der Kraft des Auferstandenen ist Frieden möglich.“

Bischof Dr. Felix Genn richtete einen eindringlichen Friedensappell an die Gäste des
Katholikentags.
ONsüd-Bild: Bistum Münster/Achim Pohl
Münster (pbm/jg). Es ist ein Appell, der in diesen Tagen von Münster ausgeht. Und zwar an alle Menschen, sich für den Frieden stark zu machen, ihn weiterzutragen. „Können nicht auch wir von diesem Katholikentag als Friedensbotinnen und Friedensboten in Orte unserer Heimat und unseres Landes Menschen vermitteln: Aus der Kraft des Auferstandenen ist Friede möglich. Das wäre die Botschaft von Münster schlechthin.“ Mit diesen Worten hat Bischof Dr. Felix Genn in seiner Predigt während des Gottesdienstes zu Christi Himmelfahrt auf dem Schlossplatz den 101. Katholikentag eröffnet. Tausende Besucherinnen und Besucher verfolgten den Gottesdienst live vor Ort. Mitgebrachte Regenjacken und -schirme kamen nicht zum Einsatz. Pünktlich um 10 Uhr riss der Himmel auf und die Sonne zeigte sich. 
Genn nahm auch Bezug auf die Dessauer Friedensglocke, die seit ein paar Wochen vor dem LWL-Museum für Kunst und Kultur am Domplatz steht, und die ein Mahnmal für die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR am Ende der 1980-er Jahre ist: „Welche Waffen können wir hier in Münster zerstören und damit den Frieden einläuten? Das ist die Aufgabe, die uns der Katholikentag, und zwar jedem Einzelnen von uns stellt“, sagte Genn. 1990 hatte ein Panzer in Dessau Waffen der Nationalen Volksarmee überrollt und sie dadurch unschädlich gemacht. Aus dem eingeschmolzenen Stahl wurde die Friedensglocke gegossen. 
Jeder, betonte der Bischof, könne am Frieden mitarbeiten: „Der Auferstandene schenkt uns die Gaben und Fähigkeiten – jedem nach seinen Kräften, am Aufbau Seines Reiches zu arbeiten. Dazu gehört auch, den Frieden zu suchen.“ Dass das nicht immer einfach ist, oder verletzungsfrei sei, verdeutlichte Genn ebenfalls: „Wer für den Frieden arbeitet, kann an den Wunden des Auferstandenen nicht vorbei gehen. Ja, es kann sogar sein, dass er im Einsatz selbst verwundet wird.“ 
Es ist auch ein Wunsch, so Genn, der von Münster ausgeht. Und zwar ein dringlicher. „Von der Stadt des Westfälischen Friedens geht konkret der Wunsch aus, der über diesem Katholikentag steht: Suche Frieden!“ Passend dazu trugen während des Gottesdienstes Friedensbotschafterinnen und Friedensbotschafter ausgewählte Zitate aus der Bibel in die Menge. „Geht hinaus ist die Welt“ (Mk, 16,15) war da wohl das eindringlichste. 
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag in den Händen zahlreicher Akteure aus dem gesamten Bistum: die Jugendkantorei aus St. Dionysius Rheine, die Kirchenchöre St. Josef und St. Laurentius sowie die Marienkantorei und Kreuz & Quer aus Warendorf waren ebenso dabei wie der Kirchenchor und der Projektchor Heilig Kreuz Münster, der Mädchenchor Marienfeld, die Mädchenkantorei der Singschule St. Pankratius Emsdetten, Peter Risthaus aus Borken, Daniel Frinken aus Münster, Thomas Kleinhenz aus Lüdinghausen, Michael Lyra aus Münster sowie die Münsteraner Dombläser und ein Gemeindechor, der sich zusammensetzte aus vielen kirchlichen Chören im Bistum Münster. Die musikalische Gesamtleitung hatte Jutta Bitsch.

Montag, 7. Mai 2018

zu Besuch bei...

KULTUR FÜR ALLE: KukturPottRuhr
 
Bei der Arbeit in den Räumlichekeiten des Netzwerks Bürgerengagement in Recklinghausen: Dirk Hoffmann
(rechts im Bild) und Teamleiter Jan Justrie bei der Kartenvergabe mit Hilfe einer PC-gestützten Datenbank.
ONsüd-Bilder: sepo

(diho) Heute besuchte ein Teil  der Redaktion von ONsüd die KulturPottRuhr e.V. Dependance Recklinghausen. Teamleiter Jan Justrie stellte sich gerne unseren Fragen und informierte über das soziale Anliegen des Projektes.

ONsüd: Wie ist das Projekt KulturPottRuhr entstanden?
Jan Justrie: Die Initiative wurde am 24. September 2010 gegründet. Seit Mai 2013 gilt KulturPottRuhr als eingetragener Verein. Ziel ist allen Menschen, denen es finanziell nicht gut geht dennoch den Zugang zum kulturellen Leben zu ermöglichen.

Die Tür steht allen Berechtigten offen:

INFOS unter: www.kulturpott.ruhr

Zentrale Gelsenkirchen
Tel.: 0209 157 944 10
info@kulturpott.ruhr
Bürozeiten:
Montag - Freitag
10.00 - 14.00 Uhr

und

Zweigstelle Recklinghausen

Netzwerk Bürgerengagement
Oerweg 38
45657 Recklinghausen
Tel.: 0151 57 402 692

Bürozeiten: Montag 14.30 - 16.30 Uhr
ONsüd: An welche Menschen wendet sich die Initiative?
Jan Justrie: An alle Aufstocker. (HartzIV-Empfänger, Sozialhilfeempfänger, geringfügige Rentner mit Aufstockung)

ONsüd: Welche Veranstalter unterstützen das Projekt?
Jan Justrie: Veranstalter darf ich direkt nicht nennen. Das Angebot besteht aus Theater, Kino, Musikkonzerten, Fußballpokalspielen und noch vielem mehr.

ONsüd: Wie werden die Karten in der Regel ausgegeben?
Jan Justrie: Wir haben eine Datenbank mit berechtigten Gästen. Daraus kontaktieren wir sie telefonisch und weisen ihnen gegebenenfalls kostenfrei Karten zu.

ONsüd: Nehmen viele Menschen ihr Angebot wahr?
Jan Justrie: Ja.

ONsüd: Bekommen Sie finanzielle Spenden?
Jan Justrie: Nein.

ONsüd: Warum haben Sie sich entschieden sich für die Initiative zu engagieren?
Jan Justrie. Ich möchte den Menschen gerne etwas zu-rückgeben.

ONsüd: Was erhoffen Sie sich für die Zukunft von KulturPottRuhr?
Jan Justrie: Weiterhin viele Interessante Veranstaltungen, die wir unseren Gästen zuweisen können.

Dienstag, 1. Mai 2018

humoristisch - Witz-Kalender Woche 19 - 22

WITZ - KALENDER



Dipl.-Ing. Dirk Monka


         

                 

Kalender-2018 Woche 19


Mo 7.5. „Du machst doch immer einen großen Bogen um jede
Arbeitsstelle und nun hast du einen Job im Klärwerk
angenommen?” „Ja, ganz dicht beim Faul-Turm.”

Di 8.5. Eine Schrauben-Mutter lobt die andere Schrauben-Mutter
mit den Worten: „Du bist heute sehr gut angezogen.“

Mi 9.5. Eine Bäckerei braucht zum Einpacken von Brot noch
neue Schlauchbeutel. Wo kann sie diese bestellen,
im Gartenhandel oder nur bei der Feuerwehr?

Do 10.5. Was ist nun Heute? Der Vater - Tag
oder doch Christi Himmelfahrt?

Fr 11.5. Dürfen auch die Nachkommen aus
dem Versteck Hervorkommen?

Sa 12.5. Dürfen auch Delfine in einem Wal Fahrts Ort
ihre Zeit verbringen?

So 13.5. Der Biologe erzeugt neue Arten durch eine Pflanzen-

Kreuzung. Gehört dazu auch eine Blumen-Ampel?


Kalender-2018 Woche 20


Mo 14.5. Es sagte der Sicherheits-Experte:
„Da wollte ich extra auf Nummer Sicher gehen,
aber die steht überhaupt nicht im Telefon-Buch.”

Di 15.5. „Mit diesen Schuhen dürfen Sie sofort losgehen,
Sie brauchen dafür keine Schuhlassungsnummer.”

Mi 16.5. Der gestiefelte Kater verlässt nach hartem Training
das Studio. Jetzt ist er ein richtiger Muskelkater!

Do 17.5. Der Fuß-Gänger nimmt das drei Gänge Menü
und der Ski-Springer nimmt das drei Schanzen Menü
und der Radler bestellt sich nur ein Radler.

Fr 18.5. Der Fuß-Kranke bekommt mit einem Rezept
der Krankenkasse ein paar Schuh-Einlagen,
der Komiker bekommt mit einem Rezept
der Künstlerkasse ein paar Show-Einlagen.

Sa 19.5. Was machen die Würmer zu Beginn des Fitness-Trainings?
Wahrscheinlich das Wurming-Up

So 20.5. Pfingst-Sonnen-tag


Kalender-2018 Woche 21


Mo 21.5. Pfingst-Mond-tag


Di 22.5. Der eine ist noch grob drin, der andere ist schon fein raus.

Mi 23.5. Dürfen auch Sehvögel Blindfische fangen?

Do 24.5. Dürfen auch Frauen eine Herr ausforderung annehmen

Fr 25.5. Dürfen in einer Firma deren Vorsitzende auch Nachsitzen?

Sa 26.5. Durchsage im Supermarkt: "Mit unseren Angeboten
halten wir Sie weiterhin auf dem Kaufenden."

So 27.5. Erst muss man dem Kaffee Beine machen
und dann läuft der noch…


Kalender-2018 Woche 22


Mo 28.5. Es sagte ein Amtsrichter: „Unser Voll-Zug
ist weder eine überfüllte Eisenbahn,
noch ein ausgiebiger Nikotin-Genuss.”

Di 29.5. Es unterhalten sich zwei Musiker:
„Ich arbeite auch in einer Fabrik im Akkord.”
„Welchen Akkord? Dur - oder Moll - Akkord?”

Mi 30.5. Geht das Fertighaus somit oder
brauchen Sie noch eine große Tüte?

Do 31.5. Fronleichnam

Fr 1.6. Welche maximale Windstärke erzielt diese Seilwinde?


Sa 2.6. Ein Schiff fährt genau 24 Knoten pro Stunde,
sind das dann 12 oder 48 Schleifen pro Stunde?

So 3.6. Endlich wurde der Kapitän vom Segelschiff
zu einem Motorschiff versetzt.
Was macht er jetzt mit seinen Segel-Ohren?



künstlerisch & informativ - Tiervorstellung: Weinschwärmer (Deilephila porcellus)


von Anne Twachtmann
(Layout & Zeichnungen)



Freitag, 20. April 2018

literarisch


Gesellschaftsspiele

ONsüd-Bild: Sebastian Pokojski


von Karin Reddemann


Gesellschaftsspiele sind eine vernünftige Sache. Man benötigt keinen Strom, nur Getränke, Erdnüsse und Gesellschaft. Prinzipiell kann man darauf natürlich gut verzichten. In solch interessanten Zusammenhängen zitiere ich gern die große weise Coco Chanel.

"Wer sich in der eigenen Gesellschaft nicht wohl fühlt, hat gewöhnlich ganz recht."

Was immer sie konkret damit sagen wollte, ist mir nicht ganz klar, aber es stimmt. Für Gesellschaftsspiele braucht man freilich Leute. Nicht, um sich wohlzufühlen. Aber ohne weitere Personen neben der eigenen funktionieren sie einfach nicht.

Mit Gesellschaftsspielen verbinde ich neckische Drohungen und Warnungen wie "Ich spiel gleich nicht mehr mit" und "Wenn ich jetzt nicht gewinne, hab ich keine Lust mehr." Es gibt auch durchaus ernstzunehmende Unterstellungen wie "du mischst falsch...du gibst falsch" bis hin zur ultimativen Anklage: "Du spielst falsch."

So läuft das in Gesellschaft. Und die ist ja nun nicht immer fein. Manchmal gar so ein bisschen zum Fürchten. Ich halte es da an dieser prägnanten Stelle mal mit James Dean.

"Ich ging raus und trieb mich mit Jugendlichen in Los Angeles rum, bevor ich "Denn sie wissen nicht, was sie tun" drehte. Die tragen Lederjacken und suchen nach Leuten, die sie ein wenig in die Mangel nehmen können. Weißt du, das sind keine armen Kinder. Viele von denen haben Geld, und wenn sie groß sind, werden sie zu Stützen der Gesellschaft. Junge, die haben mir Angst eingejagt!"


Angst! Oh doch. Das sollte grundsätzlich zu denken geben. Meine ich.


Mir selbst vielleicht nur bedingt. Bei uns ging es immer recht vergnügt zu. Wir warfen im frühen Mittelalter das Brett um, wenn es nicht gut lief. Da purzelten heidewitzka die Risikotruppen und die Bauern. Ein Mordsspaß für alle Beteiligten, von dem ich auch im nahenden Greisenalter nicht lassen würde. Wäre da nicht diese lästige Nötigung, sich erwachsen zu benehmen.

Neulich beim Doppelkopf in ausgelassen ernster Runde meinte meine Schwester, die bunten bösen Bildchen auf den Zigarettenschachteln sollte man ausschneiden für ein neues Memory. Da deckt man dann den Kehlkopf mit dem fiesen Loch auf und greift die rechte untere Karte auf dem Tisch in der Erwartung, da ist noch einer, aber denkste, da ist der Beatmungsschlauch. Oder der schäbige Zeh.

Dumm ist das nicht, so eine Idee zu haben. Und überhaupt, wer jetzt beide Spiele nicht kennt, darf eh verstört sein, das gehört bei nicht ganz leichter Lektüre wie dieser dazu. Da hinkt der Geist schon mal hinterher, das ist nicht tragisch. In den richtigen Kreisen sowieso nicht. Goethe sah das schon ganz vernünftig: "Die angenehmsten Gesellschaften sind die, in welchen eine heitere Ehrerbietung der Glieder gegeneinander obwaltet." Das klingt unkompliziert. Erklären möchte ich das aber jetzt nicht, das wäre kein wirkliches Vergnügen. Spielen wir lieber. Oder eben nicht.



(erschienen in: DIE VERANDA, ein privates, nichtkommerzielles Weblog; veröffentlicht auf ONsüd mit Genehmigung der Autorin)


Sonntag, 1. April 2018

humoristisch - Witz-Kalender Woche 14 - 18



WITZ - KALENDER



Dipl.-Ing. Dirk Monka


         


Kalender-2018 Woche 14

Mo 2.4. Folgt auf dem Oster-Sonntag
wirklich ein Wester-Montag

Di 3.4. Darf auch eine Lege-Henne eine neue Stelle suchen?

Mi 4.4. Kann man ein Huhn mit einem Schwein kreuzen?
Klar doch, noch nie Eier mit Speck gesehen!

Do 5.4. Der Lehrer fragt: „Warum schlüpfen die Küken
aus den Eiern?“ Eine Antwort lautet:
„Herr Lehrer, die wollen nicht gekocht werden.“

Fr 6.4. „Als wir das letzte Mal Urlaub auf dem Lande verbrachten
sind wir immer mit den Hühnern schlafen gegangen.“
„Ja war denn genug Platz im Hühnerstall?“

Sa 7.4. Also der Bericht über den Professor im Speisesaal
war sehr Prof. ess Ionell verfasst.

So 8.4. Beim Bäcker ist das Brot im Angebot
und die Brötchen sind im Angebötchen.


Kalender-2018 Woche 15

Mo 9.4. Der Kugelschreiber mit dem klaren durchsichtigen
Gehäuse schaut dich mit einer regungslosen
Mine an und sagt kein Wort…

Di 10.4. Der geschäftstüchtige Schuster sucht
dringend neue Absatz-Märkte.

Mi 11.4. Der Schuster fragt den Kur-Arzt:
“Gibt es am Kur-Ort auch ein richtiges Sohle-Bad?”

Do 12.4. Die Frage des Dummchens beim Schuster lautet:
„Welche Schuhe brauche ich nun für das Gehirn-Jogging?”

Fr 13.4. In einem Schuh-geschäft ist genau am Freitag den 13.
ein Stapel Schuhe umgefallen. Ob das nun am Datum lag
oder nur Schuh-fall war bleibt dabei ungewiss.

Sa 14.4. Der Kraft-Verbrauch des Radfahrers
bis zum Einkaufspark in Oberhausen,
das ist die Centro-Pedal-Kraft.

So 15.4. Die alte Tante kommt zu Besuch und ist entsetzt,
wie schmutzig die Kleinen herumlaufen.
„Ja, wascht ihr euch denn nicht?“
„Aber wozu, wir erkennen uns doch an den Stimmen.“


Kalender-2018 Woche 16

Mo 16.4. Der Lehrer fragt:„Wer war der erste Mann?“ „Adam.“
Gut und wer war die erste Frau?“ „Seine Mutter.“

Di 17.4. Der Lehrer fragt einen Schüler: „Kennst du den Ärmelkanal?“
„Noch nicht, aber bald haben wir Kabelanschluss.“

Mi 18.4. Der Sohn bettelt den Vater an: „Nun lass mich doch
auch einmal fahren, ich bin schon alt genug.“
„Du ja, aber der Wagen noch nicht!“

Do 19.4. Die Ehefrau fragt ihren Mann:„Kannst Du diese leeren
Flaschen noch im Getränkeladen durch volle ersetzen?“
„Klar doch. Mach ich auf dem Weg zur Bank.“
„Dann nimm auch das leere Sparbuch mit.“

Fr 20.4. Der Physiklehrer erklärt:„Also, bei Hitze dehnen sich
Dinge aus und bei Kälte ziehen sie sich wieder zusammen.“
„Ach so“, meint der kluge Klaus, „deshalb sind
die Sommerferien länger als die Winterferien!“

Sa 21.4. Der Supermarkt ist der Lebensmittel - Punkt,
und das Wohnzimmer der Lebens - Mittelpunkt.

So 22.4. Die kleine Schnecke ist glücklich weil sie im Miles and More
Bonus schon ihre erste Meile verbuchen konnte.


Kalender-2018 Woche 17

Mo 23.4. Die Frage des Landwirtes im Excel - Kurs lautet:
„Welcher Dünger wird für dieses Daten - Feld benutzt?”

Di 24.4. „Die Frau sieht wirklich gut aus, aber was knackst da
immer so?” „Das ist nur ihr knackiger Po!” „Ach so”

Mi 25.4. Die gesamte Küche besteht aus massiv Kiefer,
also die Hängeschränke aus massiv Oberkiefer
und was auf dem Boden steht aus massiv Unterkiefer.

Do 26.4. Die Mutter sagt:„Aufpassen, das Parkett ist frisch
gebohnert!“ „Macht nichts, Ich habe ja Spikes
unter meinen Turnschuhen.“

Fr 27.4. „Du hast doch nur die Sonderschule besucht und bist
nun ein Richter?” „So etwa, aber ein richtig tö-Richter.”

Sa 28.4. Der Mann vom Wetteramt sagt:
„Der Regen kann kräftiger ausfallen.“
Hört sich gut an wenn man das kräftiger weglässt.

So 29.4. Die beiden angetrunkenen Geschwister
fahren mit dem Auto gegen einen Zaun.
„Hast Du etwas abgekriegt?“ fragt der eine.
„Wieso, hat jemand einen ausgegeben?“


Kalender-2018 Woche 18

Mo 30.4. Darf eine feine Dame über dem Abend-Kleid
noch einen Morgen-Mantel tragen?

Di 1.5. Mai-Feier-Tag (nicht: Mal-Feier-Tag)

Mi 2.5. Darf man den Auszieh - Tisch auch
bei einem Wohnungs - Einzug verwenden?

Do 3.5. Darf ein See-Fahrer auch Erd-Nüsse essen?
Ja aber nur als Beilage zu den See-Gurken.

Fr 4.5. Darf ein Drücke-Berger eine Schraube an-ziehen?

Sa 5.5. Dieses Foto zeigt den Gitarren-Verstärker
in der Saiten-Ansicht.

So 6.5. Dieses Foto ist das allererste der kleinen Serie
und somit der Fototyp.

künstlerisch & informativ - Tiervorstellung: Hornissen-Glasflügler (Sesia apiformis)

von Anne Twachtmann
(Layout & Zeichnungen)


Samstag, 31. März 2018

literarisch

Das Osterlamm ist in Gefahr



von Dirk Hoffmann (Text) & Anne Twachtmann (Zeichnungen)

“Kann das wirklich sein”, fragte Ling, “haben wir echt schon wieder Ostern? Die Zeit vergeht so schnell”.

“Ich bin auf jeden Fall froh, dass die kalte Zeit vorüber ist”, erwiderte Bunny, “wenn Ostern ist, haben wir endlich Frühling”.
Es war dem Frühling spürbar gelungen, den Winter zu vertreiben. Die kleine Pandabärin und das Hasenmädchen genossen die warmen Sonnenstrahlen. Langsam ergrünte die Natur um sie herum. Ling und Bunny wollten wie immer an Ostern den Schäfer besuchen. Sie schlenderten durch die Wiesen, um auf des Schäfers Alm zu gelangen. Während sie den Berg hinauf stiegen vernahmen sie ein leises Wimmern.
“Hast du das gehört?”, fragte Bunny aufgeregt.
“Ja, da wimmert jemand”, meinte Ling, ”ich möchte wissen, wo das herkommt”.
“Vielleicht da vorne aus der Schlucht”, überlegte Bunny laut.
“Lass uns nachsehen, ich höre es schön wieder”, schlug Ling vor, “die Laute kommen tatsächlich aus dieser Richtung”.
Während die beiden auf Schlucht zu liefen wurde das Wimmern stetig lauter. Bunny erreichte die Schlucht als erste. Erschrocken sah sie hinunter.
“Ling, da unten liegt ein Lamm”, rief die Häsin und versuchte hinunter zu klettern.
“Sei vorsichtig”, sagte Ling, die die Schlucht inzwischen ebenfalls erreicht hatte.
“Das ist gar nicht so einfach. Keine Sorge kleines Lamm, wir helfen dir”.
Bunny stieg vorsichtig weiter hinab, bis sie abrutschte. Glücklicherweise gelang es Ling den Arm ihrer Freundin zu ergreifen und sie wieder hoch zu ziehen.
“Die Bergwand ist zu steil”, stellte Ling fest.
“Und zu glatt”, fügte Bunny hinzu, “was machen wir nur?”
Das Lamm wimmerte noch immer. Mit Angst im Blick sah zu Bunny und Ling empor.
“Wir brauchen ein Seil”, fiel Ling schließlich ein.
“Wo bekommen wir das her?”, wollte Bunny wissen.
“Keine Ahnung”, antwortete Ling und zuckte mit den Schultern.
“Wie wäre es mit einem langen Stock?”, fragte Bunny.
“Das könnte funktionieren”.
Mit neuem Mut durchsuchten die beiden Freundinnen die Umgebung. Letztlich brach Bunny von einem großen Strauch einen langen Zweig ab.
“Hiermit könnten wir es schaffen”, erklärte die Häsin, “du hältst ihn fest und ich klettere daran hinab”.
“Sollten wir es nicht lieber anders herum machen? Ich bin kleiner und leichter als du”, schlug Ling vor.
“Na ja gut, da hast du nicht ganz unrecht, einverstanden”.
Häsin und Pandabärin eilten schnell zur Schlucht zurück. Bunny hielt den Stock in die Schlucht. Erleichtert sah sie, dass er beinah bis ganz nach unten reichte. Die Schlucht war nicht ganz so tief wie sie befürchtet hatte.
“Los gehts”, wandte sich Bunny an Ling, “du kannst klettern”.
Der Weg nach unten klappte gut. Ling war schnell da. Behutsam streichelte sie das Lamm und nah es auf den Arm.
“Halte dich am Stock fest”, rief Bunny, “ich ziehe euch hinauf”,
Wenige Minuten später lag ein riesiger Kraftakt hinter Bunny, mit dem Ergebnis, dass Ling und das Lamm unversehrt oben angekommen waren.
“Wir haben es geschafft”, freute sich Ling, “du warst klasse”.
“Du aber auch”, erwiderte Bunny, die sich allmählich erholte.
“Ling, Bunny”, erklang plötzlich eine bekannte Stimme, “ihr habt das Osterlamm befreit. Ich danke euch”.
Der Schäfer stand plötzlich neben ihnen. Er sah sie glücklich an.
“Das Lamm ist mit fortgelaufen”, fuhr der Schäfer fort, “ich fand es hier in der Schlucht. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als zur Farm zurück zu laufen und ein Seil zu holen. Jetzt komme ich wieder und stelle fest, ihr beide habt es bereits herauf geholt.
“Das haben wir gern gemacht”, erwiderten Bunny und Ling gleichzeitig.
“Wollt ihr mitkommen und es zu seiner Mutter bringen?”, fragte der Schäfer.
“Ja sehr gerne”, riefen erneut beide zugleich.
Eine halbe Stunde später sahen Schäfer, Pandabärin und Häsin zu wie das Lamm glücklich mit seiner Mutter schmuste. Es hatte offenbar alle Aufregung vergessen.
Ling und Bunny erinnerten sich noch lange an den Ostersonntag, an dem sie das Osterlamm aus seiner Notlage retten konnten.

Sonntag, 11. März 2018

Woche der Brüderlichkeit

Bischof Dr. Felix Genn (links) und Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow (rechts) gratulierten dem engagierten
Musiker und Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille, Peter Maffay. ONsüd-Bild: pbm

Peter Maffay für sein vielfältiges Engagement ausgezeichnet

„Woche der Brüderlichkeit“ in Recklinghausen mit Festakt eröffnet


Recklinghausen (pbm/mek). Mit einem Festakt im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen ist die diesjährige „Woche der Brüderlichkeit“ bundesweit eröffnet worden. Im Mittelpunkt der Feier stand die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an den Musiker Peter Maffay für sein entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur.

Die zahlreichen Veranstaltungen der bundesweit 84 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit stehen in diesem Jahr unter dem Leitthema „Angst überwinden – Brücken bauen“. Wie wichtig der Dialog gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen sei, in der viele Menschen Angst vor dem Fremden hätten, betonte Dr. Margaretha Hackermeier, katholische Präsidentin des Deutschen Koordinierungsrates, in ihrer Eröffnungsrede. Dafür brauche es starke Partner, aber auch jedem Einzelnen gelte der Auftrag, Brücken zu bauen. „Peter Maffay, einer aus der Mitte unserer Gesellschaft, hat schon früh darauf aufmerksam gemacht: Der Rechtsradikalismus in unserem Land ist keineswegs verschwunden. Und er hat dies laut und deutlich eingeklagt“, zollte sie dem Preisträger Respekt.

Auch Ministerpräsident Armin Laschet würdigte sowohl das Engagement Maffays als auch die Arbeit der christlich-jüdischen Gesellschaften, die sich seit 1952 für den christlich-jüdischen Dialog einsetzen. Gerade in der digitalen Zeit, in der es kein wirkliches Gegenüber in den Netzwerken mehr gebe, sei es wichtig, im direkten und persönlichen Gespräch zu sein. „Wir müssen gegen jede Form von Antisemitismus angehen“, sagte Laschet. Sein Wunsch sei es, dass Christen, Juden und Muslime sich am 9. November beim Gedenken an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren in einer gemeinsamen Erklärung gegen Hass und Völkermord aussprechen.

In seiner Laudatio stellte Prof. Udo Dahmen, Direktor der Popakademie Baden-Württemberg, das vielseitige soziale Engagement von Peter Maffay vor. „Er singt nicht nur über seine Visionen für eine bessere Welt auf der Bühne, sondern er tritt auch für die Werte ein, die ihm am Herzen liegen“, sagte Dahmen. So zum Beispiel mit seiner Stiftung, die sich um benachteiligte Kinder kümmert oder den Austausch von deutschen, israelischen und palästinensische Jugendlichen fördert. Maffay sei es wichtig, dass junge Menschen lernen, über den Tellerrand zu schauen. „Der Mut zum Wandel, zur positiven Veränderung, zur Toleranz durch Brücken bauen hat Peter Maffay immer angetrieben“, hielt Dahmen fest.

Maffay selbst würde den Preis am liebsten zerteilen, denn „ohne die vielen Unterstützer, die ich habe, würde die Arbeit nicht funktionieren“. In seiner Musik wolle er Betrachtungen über das verarbeiten, was ihm wichtig erscheine, um diesen Impuls an die Menschen weiterzugeben. „Wir leben in einer Demokratie, in der wir frei unsere Meinung äußern können. Wenn wir uns das erhalten wollen, müssen wir uns gegen die Gefahren einsetzen, die einer solchen Gesellschaft drohen“, erklärte Maffay.

Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, Rabbiner Prof. Dr. Andreas
Nachama 
und Bischof Dr. Felix Genn segneten die Menschen zum
Abschluss 
der christlich-jüdischen Glaubensfeier. ONsüd-Bild: pbm 
Bereits am Samstagabend hatte der Deutsche Koordinierungsrat zu einer christlich-jüdischen Gemeinschaftsfeier mit Ansprachen von Bischof Dr. Felix Genn, Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama und Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow eingeladen. Gemeinsam betonten sie, wie wichtig es sei, die Angst vor dem Fremden abzubauen. Genn verwies dabei auf die Erinnerung. „Sie ist nicht bloß eine rationale Größe, ein Nachdenken über Vergangenes, sondern ein ‚Zurückgehen mit dem Herzen‘ wie Papst Franziskus es ausgedrückt hat.“ Die Erinnerung sei notwendig für die Zukunft, „weil sie uns an die Wurzeln unseres Glaubens und unserer Kultur führt, und weil sie uns hilft, allen Kräften zu wehren, die eine so unsagbare Schandtat wie die Schoah möglich machten“. Der Bischof wünschte sich, dass von der „Woche der Brüderlichkeit“ ein Impuls aus dem reichen Erbe Israels alle Menschen guten Willens im Herzen berühre und ergreife. „Die Erinnerung ist die Brücke, die Ängste abbaut und neues aufbaut.“

Zum Abschluss der Glaubensfeier, die musikalisch von der Altstadtkantorei Recklinghausen und dem Vokalensemble der jüdischen Gemeinde in Recklinghausen gestaltet wurde, segneten Genn, Nachama und von Bülow gemeinsam die Anwesenden in der Christuskirche.


Donnerstag, 1. März 2018

humoristisch - Witz-Kalender Woche 10-13


WITZ - KALENDER



Dipl.-Ing. Dirk Monka



                                


Kalender-2018 Woche 10

Mo 5.3. Das Dummchen betritt mit einem Kondom die Bank
und fragt höflich: „Darf ich mein Konto überziehen?“

Di 6.3. Auf diesem Schiff gilt:
Back-Bord: Dort steht der Backofen zum Brot backen
Koch-Bord: Dort stehen die Herdplatten für den Eintopf
Steuer-Bord: Da werden die Steuerbelege gesammelt

Mi 7.3. Der Auto-Fahrer braucht einen Pullover
aus guten kratz-freien Fahr-sern.

Do 8.3. Der Chef beschwert sich bei seiner Reinigungs-Kraft.
Diese hat mehrfach den Zeit-Raum nicht gereinigt.

Fr 9.3. Der Chef-Redakteur darf über alle Dinge
aus den Chef-Etagen berichten, aber mehr nicht!

Sa 10.3. Der Bergsteiger der das Seil in Empfang nimmt
ist auch ein Seil-Nehmer der alpinen Gruppe.

So 11.3. Der Direktor des Schauspielhauses fragt sich ob aus
dem Hause Bahlsen die Prinzen ihre Rolle gut spielen.


Kalender-2018 Woche 11

Mo 12.3. Der Doktor fragt seinen Patienten: „Also Sie sind
Schauspieler und drehen jetzt einen Film.
Dann nehmen Sie bitte gegen ihre Film-Angst
vor jedem Drehtag eine dieser Film-Tabletten.“

Di 13.3. Der Floh gibt beim Arbeitsamt seinen Berufswunsch
bekannt. Er will Floh-Rist werden.

Mi 14.3. Der Neureiche will den neuen Rasenmäher nur mit
einen Satz passender Winterreifen als Zugabe kaufen.

Do 15.3. Der Finanzbeamte sagt zum Firmendirektor:
Glauben Sie nicht, wir hätten keinen Humor. Über Ihre
letzte Steuererklärung haben wir herzhaft gelacht.

Fr 16.3. Der Fahrer bringt das alte Auto zur Werkstatt:
„Ich bin wohl gegen einen Baum gefahren.“
Nach Betrachtung des Schadens fragt
der Meister: „und wie oft?“

Sa 17.3. Der kleine FOX-Terrier verlässt nach einer Stunde
die DISCO und meint: Genug DISCO-FOX für heute.

So 18.3. Darf ein Spitzen-Koch nur spitze Gabeln und spitze Messer
aber keine runden Löffel benutzen?


Kalender-2018 Woche 12

Mo 19.3. Der gestresste Manager wird beim Frisör gefragt:
„Wie soll ich Ihnen die Haare schneiden?“
„Schweigend!“

Di 20.3. Der Kapitän erklärt stolz der Schulklasse:
„Dieses Schiff macht fünfzehn Knoten in der Stunde.“
Da kommt die Frage aus dem Hintergrund:
„Und wer macht die alle wieder auf?“

Mi 21.3. Die Frühlings-Rolle hat von der Bäckerei
zum Theater gewechselt weil sie dort mit
ihrer Rolle besser zurecht kommt.

Do 22.3. Der Hamster aus Holland kommt
bestimmt aus Hamster-Damm

Fr 23.3. Der kleine Star hat einen Job im Bau-Ing-Büro
gefunden. Dort wurde er eingestellt als Star-tiker.

Sa 24.3. Der Licht-Techniker hat sein Thema in allen Facetten
behandelt, es war somit rundum ausgeleuchtet.

So 25.3. Der kranke Ballspieler auf Balltrum
befreit sich erst von Balllast und
nimmt dann seine Balldriantropfen ein.


Kalender-2018 Woche 13

Mo 26.3. Die auf dem Arbeitsplatz eines Beamten stehenden
Stempel-Träger heißen nicht etwa Stempel-Träger
weil diese etwas träger sind als die Beamten.

Di 27.3. Der Koch kam mit so schweren Verletzungen
in das Krankenhaus, das die Ärzte ihn
in ein künstliches Koch-ma gesetzt haben.

Mi 28.3. Wenn ein Christ im März verfolgt und gefangen
genommen wird kann er sich als März-tyrer bezeichnen?

Do 29.3. Heute darf die grüne Farbe nicht fehlen
sonst ist es kein Grün-Donnerstag mehr.

Fr 30.3. Am Karfreitag denkt man oft an:
Jan der ist sehr korrekt Jana mit dem Bügelbrett
Jessica im Himmelbett Jesus von Nazareth

Sa 31.3. Darf man auch am ersten April noch
einen Fehler aus März en?

So 1.4. An was leidet der erste April wenn er sich
heftig gestoßen hat? An April-Schmerz

künstlerisch & informativ - Tiervorstellung: Nachtpfauenauge

von Anne Twachtmann
(Layout & Zeichnungen)



Samstag, 24. Februar 2018

Lebensart

Anders fühlen - denken - leben
Ein kurzer Blick auf Zahlen, Fakten und die zahlreichen Facetten des Lebens

(diho) Die menschliche Natur hat viele Facetten. Auf der Basis von Informationen, die uns Team-Mitglied Rita Nowak zur Verfügung gestellt hat, möchten wir auf diese Vielfalt der Lebensmöglichkeiten kurz eingehen.

Manch einer fühlt sich in seinem Körper wohl, so wie er ist. Das trifft nicht auf Jedermann zu. Rita, zum Beispiel, fühlte schon sehr früh, dass sie im falschen Körper lebte. Sie steckte in einem männlichen Körper, wusste aber stets: „Ich bin eine Frau.“ Mit 50 Jahren entschied sie: „Ab jetzt lebe ich als Frau!“ und setzte dies auch konsequent um (Dazu haben wir sie auf unseren Seiten bereits ausführlich interviewt https://onsued-sozial.blogspot.de/2016/10/nachgefragt.html). Ebenso gibt es Frauen, die fühlen: „Ich bin ein Mann!“ Viele Menschen denken: „Das ist doch krank!“ Aber ist das tatsächlich krank? Laut ICD (engl. für: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) wird es bis jetzt noch als psychische Störung (F 64.0) aufgeführt. Allerdings wird bei der Folge-Ausgabe das "Leiden" in dieser Form nicht weiter aufgeführt. 0,13 bis zu 5 % der Gesamtbevölkerung haben je nach Statistiken und Abgrenzungen eine transsexuelle Identität. Wie weit die einzelnen Menschen gehen bezogen auf geschlechtsanpassende Maßnahmen gehen, entscheiden sie zunächst mal selbst. Wenn es zu Namensänderungen, Hormongaben oder um die geschlechtsanpassende Operationen kommt, wird das Verfahren im Transsexuellengesetz geregelt. Hier gibt es allerdings Bestrebungen der Verbände das Verfahren erheblich zu verändern in Richtung der freien Selbstbestimmung. Mit Intersexualität bezeichnet die Medizin Menschen, die genetisch und/ oder anatomisch und hormonell Geschlechtshormone nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden können. Schätzungen gehen von etwa 0,1 % aus. Intersexuelle fallen übrigens nicht unter das Transsexuellengesetz. Für sie hat das Bundesverfassungsgesetz im November 2017 die dritte Option als Geschlechtseintrag dem Gesetzgeber aufgetragen, der bis Ende 2018 eine juristische Lösung finden muss.
Sexuelle Identitäten sind die eine Seite, die andere Seite ist die sexuelle Orientierung, was etwas ganz anderes ist. Unter sexueller Orientierung versteht man/frau/* u.a. Homosexualität und Bisexualität. Wie man/frau/* lesen kann ist die sexuelle Vielfalt, sehr umfangreich.
Im Umgang mit der Selbstfindung stellen Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder Psychologen eine Möglichkeit zur Unterstützung dar. 
Nicht nur im Privatleben, sondern bereits auch längst in der Arbeitswelt ist das Thema Diversity, zu der eben auch die sexuelle Vielfalt und Orientierung gehört, angekommen. Die Charta der Vielfalt ist eine Selbstverpflichtung der unterzeichnenden Arbeitgeber für das Diversity Management. Der namensgebende Verein steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin und setzt sich für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Der „Deutsche Diversity-Tag“ wird 2018 am 05. Juni begangen.